DDR-Opfer-Hilfe

Mittwoch, 16. Oktober 2013

DDR-Opfer-Hilfe fordert höhere SED-Opferrente

Zum Tag der Deutschen Einheit gibt es eine neue Debatte über den Platz der Ostdeutschen in der Gesellschaft. Der scheidende Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse sieht die Menschen in den neueren Bundesländern 23 Jahre nach der Wiedervereinigung noch nicht als gleichberechtigt. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) forderte die künftige Bundesregierung auf, die Ost-Renten auf Westniveau anzuheben. Der Verein DDR-Opfer-Hilfe monierte, die SED-Opferrenten seien zu mager.

Mehr: SAT1.news

Samstag, 20. Juli 2013

Ronald Lässig Gast der Universität Eichstätt

Auf einem Symposium im bayerischen Eichstätt hat der DDR-Opfer-Hilfe e.V. am gestrigen Abend auf die Schicksale ehemals politisch Verfolgter der SED-Diktatur aufmerksam gemacht. Viele dieser Menschen müssten leider noch immer um ihre Rehabilitierung kämpfen, sagte der Vereinsvorsitzende Ronald Lässig vor rund 200 Studierenden und Einwohnern der Stadt. Er war im Dezember 1989 als Jugendlicher in einem Bürgerkomitee engagiert, das erstmals Zugang zur Ost-Berliner Stasi-Zentrale erzwungen hatte. Lässig mahnte zugleich, DDR-Biografien müssten differenziert betrachtet werden. Der Thüringer Landesvorsitzende der Linken Knut Korschewsky distanzierte sich von Repressalien der DDR gegenüber Andersdenkenden, lobte aber deren Sozialpolitik als beispielgebend. Die bekannte Schauspielerin Ellen Rappus-Eichberg, die sich im DDR-Opfer-Hilfe e.V. engagiert, schilderte ihre jahrelange Verfolgung nach einem Ausreiseantrag. Sie sei Zersetzungsmaßnahmen ausgesetzt und beruflich kaltgestellt worden. Heute kämpfe sie um Wiedergutmachung. Opfer seien nicht nur die politischen Gefangenen gewesen. Einer von ihnen, Hans-Peter Schudt, vertrat die Ansicht, dass sich das Modell des Sozialismus als gescheitert erwiesen habe. Bei der Aufarbeitung komme es darauf an, das System nicht auf die Stasi zu reduzieren. Marcus Ventzke und Sabine Lindau als ehemalige DDR-Bürger schilderten, wie sie das System damals erlebten. Während Ventzke sich erleichtert zeigte, dass er heute im Westen sei, bezeichnete Lindau die DDR als vor allem eines: Heimat.
Studenten der Katholischen Universität hatten das Symposium organisiert. Sie hatten sich in einem Seminar zusammen mit Dozent Markus Raasch vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit der Gesellschafts- und Alltagsgeschichte der DDR befasst. “Zwischen Sandmännchen und Stasi. Was bleibt, was darf nicht, was soll von der DDR bleiben” war das Motto. Es wurden unter anderem Umfragen zum Thema “Eichstätt und die DDR” präsentiert. Die Ergebnisse waren kontrovers. Sie offenbarten, dass offenbar nicht wenige Menschen heute eine Gerechtigkeitslücke wahrnehmen und sich deshalb nach der vermeintlich sozialen Sicherheit der DDR sehnen. Nach einer kontroversen, aber sachlichen Diskussionsrunde zwischen Podium und Publikum zur DDR-Geschichte zeigten sich die Veranstalter hoch zufrieden. Das Fazit war: An den Bildungseinrichtungen sollte viel öfter über die DDR-Diktatur gesprochen werden, als Mahnung, dass unsere heutige Demokratie und Freiheit immer wieder neu verteidigt werden muss.

spd.de, 16.07.2013

Freitag, 17. Mai 2013

Pharma-Tests in DDR: Opferhilfe fordert Entschädigung

Nach dem jüngsten Bericht des Magazins Spiegel über flächendeckende Arzneimitteltests westlicher Pharma-Firmen an DDR-Patienten werden Rufe nach Entschädigung und möglicherweise strafrechtlichen Konsequenzen laut. Laut Spiegel sollen an den Medikamententests westlicher Pharmaunternehmen in DDR-Kliniken offenbar mehr Patienten beteiligt gewesen als bislang bekannt. Mindestens 50 000 Menschen sollen – zum Teil ohne ihr Wissen– an diesen Arzneimittelversuchen teilgenommen haben.

Es handele sich um ein Offizialdelikt, bei dem die Staatsanwaltschaft von sich aus tätig werden müsse, so CDU/CSU-Fraktionsvize Arnold Vaatz. Wenn der Fall aber in kein rechtliches Schema passe, dann müsse sich der Gesetzgeber damit befassen. Auch die DDR-Opferhilfe forderte Entschädigung. Es sei ein Skandal, dass ethische Grundsätze gegen Westgeld offenbar planmäßig über Bord geworfen worden seien, sagte der Vorsitzende Ronald Lässig.

Dem Spiegel zufolge sollen westliche Pharmakonzerne in der DDR hunderte Medikamentenstudien in Auftrag gegeben haben. Dabei sollen bis zum Mauerfall in mehr als 50 DDR-Kliniken unter anderem Herzmedikamente und Antidepressiva getestet worden sein. Bei mehreren Testreihen soll es Todesfälle gegeben haben.

Frankfurter Rundschau, 13.05.2013

Sonntag, 12. Mai 2013

DDR-Opfer-Hilfe empört über Stasi-Aufmarsch

BERLIN – Nach dem Aufmarsch von Männern in Stasi-Uniformen vor dem Sowjetischen Ehrenmal in Berlin ermittelt nun die Polizei. Nach eingehender Prüfung sei am Freitag ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Versammlungsgesetz eingeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag und bestätigte damit einen Bericht des „Tagesspiegel“ (Samstag).

Der Aufmarsch war auf heftige Kritik gestoßen. Die DDR-Opfer-Hilfe forderte ein Verbot von Symbolen der SED-Diktatur. „Der Gesetzgeber sollte endlich ein entsprechendes Zeichen setzen, dass die Verharmlosung der Diktatur nicht toleriert wird“, erklärte der Vorsitzende des Verein, Ronald Lässig, am Samstag. Für ehemals politisch Verfolgte sei es ein Schlag ins Gesicht, dass im demokratischen Rechtsstaat ein „Traditionsverband“ von Stasi- und NVA-Offizieren in Uniform aufmarschieren kann als sei nichts geschehen.

Ehemalige Angehörige der Nationalen Volksarmee (NVA) waren am Donnerstag in Uniformen des Stasi-Wachregiments Feliks Dzierzynski und der Nationalen Volksarmee (NVA) vor dem Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park mit Gewehren und DDR-Flagge aufmarschiert. Anlass der Aktion war der Jahrestag des Kriegsendes mit dem Sieg der Sowjetunion über das NS-Regime.

Berliner Zeitung, 11.05.2013

Sonntag, 28. April 2013

DDR-Opfer-Hilfe unterstützt "NPD - Nein, danke!"

Ronald Lässig berichtet.

BERLIN – Im Schlosspark Theater wird heute bei einer Matinee Flagge gezeigt gegen Rechts. Der Schauspieler Hardy Krüger möchte mit seiner politischen Aktion gegen Gewalt junge Leute vor den „Kameradschafts-Abenden“ der Neo-Nazis bewahren und den Jugendlichen stattdessen Hobbies bieten, als Weg in die Zukunft. Zu diesem Zweck hat sich Krüger unter anderem mit „Exit-Deutschland“, dem „Stern“, Reinhold Beckmann und dem Dornier-Museum verbündet. Es wird zum Thema mehrere Talkshows in deutschen Städten geben. Der DDR-Opfer-Hilfe e.V. unterstützt die Veranstaltung im Berliner Schlosspark Theater und kann aufgrund von Freikarten vor Ort deutlich präsent sein, sagt Vorstandsmitglied Ellen Rappus, die selbst auch Überlebende des Holocaust ist. An der Veranstaltung nehmen außerdem teil: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Bernd Wagner und Dieter Hallervorden. Die Schirmherrschaft hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) übernommen.

Rhein Main Verlag, 28.04.2013

Freitag, 8. März 2013

Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe): Fußball, Stasi, Mord – Fall Eigendorf aufklären

Mitteldeutsche Zeitung, 06.03.2013

Vor 30 Jahren starb Lutz Eigendorf bei einem mysteriösen Autounfall. Indizien zufolge war die Stasi beteiligt. Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe) Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe e.V.) fordert Aufklärung, ob die Stasi den Fußballer Lutz Eigendorf ermordet hat. Der Tod des BFC-Spielers, der nach seiner Flucht in den Westen beim FCK Karriere machte, jährt sich am 7. März 2013 zum 30. Mal.forderte anlässlich des Jahrestages, den Todesfall aufzuklären. Das sei der Rechtsstaat auch den Angehörigen des DDR-Flüchtlings schuldig, sagte Lässig der Mitteldeutschen Zeitung. Eigendorfs Tod ist eines der größten Rätsel in der Ligageschichte. Die Stasi hatte einen Mordauftrag erteilt. Eigendorf, der 1979 nach dem Spiel seines BFC Dynamo in Kaiserslautern beim FCK erfolgreich um Hilfe gebeten hatte, sollte sein Leben im “Goldenen Westen” nicht länger genießen dürfen. Nach der Wende aufgefundene Akten lassen keinen Zweifel, dass Eigendorf im Visier der Stasi stand. Unter der Überschrift “Personengefährdung” wurden am 13. September 1983 im Zusammenhang mit Eigendorf Mordmethoden und deren Vertuschung aufgeführt. “Gifte, Gase? Welche, wie, wo?” Der Bundesnachrichtendienst stellte 1990 die Theorie auf, der Griff des Autos sei mit Kontaktgift besprüht worden, das über die Haut ins Blut gekommen sei und zu Atemlähmung geführt habe. Der Autor Herbert Schwan warf in seinem ARD-Film “Tod dem Verräter” auf Grundlage der Stasi-Dokumente eine andere Mordtheorie auf. Die Stasi habe Eigendorf in dessen Alfa Romeo gekidnappt, ihm mit dem Tod gedroht und mittels einer giftigen Substanz Alkohol eingeflößt.

Montag, 4. März 2013

Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe) für East Side Gallery -Erhalt

STERN, 03.03.2013

Rund 6000 Menschen haben in Berlin gegen den Abriss der weltbekannten East Side Gallery demonstriert. Als Redner traten Künstler und Politiker auf, darunter Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele. Auch die DDR-Opfer-Hilfe, die die Interessen politisch Verfolgter vertritt, erklärte sich mit der Protestbewegung solidarisch. Der Verein erinnerte, dass an dem Mauerabschnitt während der SED-Diktatur Menschen bei Fluchtversuchen getötet worden seien, darunter Kinder. “Dieses Kapitel deutscher Geschichte darf nicht den Heuschrecken zum Opfer fallen, die Luxusappartments bauen wollen”, forderte der Vorsitzende der DDR-Opfer-Hilfe, Ronald Lässig.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe) im Interview wegen der IKEA-Studie zur Zwangsarbeit

Rhein Main Verlag

Mit ihrer Kritik an einer Studie zur Zwangsarbeit in Gefängnissen in der Ostzone hat die DDR-Opfer-Hilfe ein weltweites Rauschen im Blätterwald ausgelöst. Uns ist es gelungen, mit Ronald Lässig, Vorsitzender der DDR-Opfer-Hilfe e.V., zu sprechen.

Torsten Fuchs: Sie haben im Interview mit der renommierten New York Times die IKEA-Studie kritisiert. Was genau bemängeln Sie? Das Unternehmen hat immerhin eingeräumt, dass politische Häftlinge in der DDR Waren für den Möbelkonzern hergestellt haben.

Ronald Lässig: Dass es Zwangsarbeiter gab, ist keine Neuigkeit, das beklagen frühere politische Häftlinge seit Jahren. Unser Verband kritisiert die Studie als unwissenschaftlich. Sie wurde von der Wirtschaftsberatung Ernst & Young erstellt, womöglich gegen Bezahlung. Richtig wäre, Historiker und Politikwissenschaftler mit der Untersuchung zu betrauen. Der Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin verfügt zum Thema Diktaturforschung über die erforderliche Expertise.

Torsten Fuchs: Was erwarten Sie jetzt von IKEA?

Ronald Lässig: Wir sind im Gespräch, unsere Vertreter sind nach Schweden eingeladen. Wenn es das Unternehmen ernst meint mit der Aufarbeitung der Firmengeschichte, dann sollte IKEA einen Entschädigungsfonds für die Zwangsarbeiter initiieren.

Torsten Fuchs: Ist IKEA ein Einzelfall?

Ronald Lässig: Davon kann nicht ausgegangen werden. Einige unsere Mitglieder berichten, dass sie früher in der politischen Haft Bettwäsche herstellen müssten, andere von der Fertigung elektrischer Geräte. Diese Menschen mussten sieben Tage in der Woche arbeiten, zwölf Stunden täglich. Insofern sind auch andere Firmen und die Politik in der Pflicht, die Betroffenen zu entschädigen.

Torsten Fuchs: Was konkret fordern Sie?

Ronald Lässig: Die DDR-Opfer-Hilfe hat angeregt, dass sich die Politik im Bundestag und in den Landtagen mit dem Thema Zwangsarbeit befasst und tragfähige Lösungen für die Betroffenen schafft. Wir haben Gespräche im parlamentarischen Raum geführt und begrüßen es, dass die FDP im Bundestag unseren Vorschlag aufgegriffen hat und dort zumindest eine Debatte in Gang bringen will.

Herr Lässig, vielen Dank, dass Sie sich für ein Gespräch mit uns Zeit genommen haben!

Freitag, 4. Januar 2013

Ronald Lässig, DDR-Opfer-Hilfe, will Stärkung der Unterlagenbehörde

Agence France Press, 31.12.2012

Berlin — Auch mehr als 22 Jahre nach dem Ende der DDR lässt das Interesse an den Akten der früheren Staatssicherheit nicht nach. Wie die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf Angaben der Stasi-Unterlagen-Behörde berichtet, war die Zahl der Anträge auf Akteneinsicht 2012 sogar höher als im Vorjahr. Bis Ende November hätten 84.743 Bürger entsprechende Anträge gestellt, zitiert das Blatt Behördensprecherin Dagmar Hovestädt. Im Jahr 2011 waren es demnach 80.611 Anträge.

Der Vorsitzende des Vereins DDR-Opfer-Hilfe, Ronald Lässig, forderte als Reaktion auf die neuen Zahlen eine personelle und finanzielle Aufstockung der Stasi-Unterlagenbehörde. "Die Aufarbeitung der SED-Diktatur ist alles andere als abgeschlossen", erklärte er in Berlin. Die Zunahme bei den Anfragen begründete er auch damit, dass seit 2012 Angehörige von Verstorbenen leichter Akteneinsicht nehmen können.

Auch die Zahl der Stasi-Überprüfungen von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes ging deutlich nach oben. Hier gab es dem Bericht zufolge bis November 311 Auskunftsersuchen, im Gesamtjahr 2011 dagegen nur 210. Die Möglichkeit zu Stasi-Überprüfungen im öffentlichen Dienst war Ende vergangenen Jahres kurz vor deren Auslaufen um noch einmal acht Jahre bis Ende 2019 verlängert worden.

Copyright © 2013 AFP. Alle Rechte vorbehalten

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Putin accuses Ukraine...
Russian President Vladimir Putin has condemned Ukraine...
I.Schmidt - 14. Aug, 22:59
About
This is a private, nonprofit blog. Impressum: DDR-Opfer-Hilfe...
I.Schmidt - 30. Mai, 19:26
Holzapfel (17. Juni)...
Carl-Wolfgang Holzapfel, einst Nazi-Unterstützer und...
I.Schmidt - 30. Mai, 18:48
Carl-Wolfgang Holzapfel...
Carl-Wolfgang Holzapfel, einst Nazi-Unterstützer und...
I.Schmidt - 30. Mai, 18:46
Sterneberg (Verein 17.Juni)...
BERLIN -Tatjana Sterneberg, früher im Stasi-kontrollierten...
I.Schmidt - 30. Mai, 18:45

Links

Suche

 

Status

Online seit 4475 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 14. Aug, 22:59

Credits


17.Juni: Holzapfel unter Druck
ABBA-Museum - Ronald Lässig berichtet
Arbeitsmarkt
Ausland
Bayern München, Hoeneß, Steuerhinterziehung
BSV
BSV Sachsen
Carl-Wolfgang Holzapfel (17.Juni 53) verurteilt
conflict
DDR-Opfer-Hilfe
DDR-Opfer-Hilfe, Stalinismus, Stasi
DDR-Opfer-Hilfe, Stasi, Stalinismus
DDR-Opfer-Hilfe, Stasi, Stalinismus, ZDF
DDR-Opferhilfe, Stasi, ZDF
Europawahl: SPD mit Kaufmann erstklassig vertreten
Fernsehen: Ronald Lässig referiert
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren