DDR-Opfer-Hilfe, Stalinismus, Stasi

Donnerstag, 21. Februar 2013

Stasi-Vorwurf: Linke klammert sich an Gysi - DDR-Opfer-Hilfe übt Kritik

Der Spiegel, 18.02.2013:

Welches Verhältnis hatte Linken-Fraktionschef Gregor Gysi zur Stasi? Ein neues Dokument belastet den 65-Jährigen schwer. Die Partei setzt auf ein einfaches Prinzip: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Wie lange kann sich der Spitzengenosse noch halten?

Der Verein DDR-Opfer-Hilfe übte scharfe Kritik am Umgang der Linken mit den Vorwürfen gegen ihren Fraktionschef: "Es verhärten sich jetzt die Vorwürfe gegen Gregor Gysi, die seit Jahren latent vorhanden sind. Da muss man erwarten können, dass jemand in herausgehobener Position sein Amt ruhen lässt", sagte der Vereinsvorsitzende Ronald Lässig SPIEGEL ONLINE. Es sei bedauerlich, dass Gysi zu diesem Schritt offenbar nicht bereit sei. "Dass seine Fraktionskollegen ihn in dieser Haltung bestärken, zeigt, dass man in der Linken die Vergangenheit nicht mit der nötigen Sensibilität gegenüber den ehemals politisch Verfolgten behandelt."

Der Jurist hat bestritten, als IM "Notar", an die Stasi berichtet zu haben. Unter diesem Namen habe die Stasi in einer Art Sammelmappe Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen, behauptet Gysi. Aus dem Stasi-Dokument, das dem SPIEGEL vorliegt, geht jedoch hervor, dass "Notar" 1985 eine Urkunde und eine Münze erhielt, es war eine Auszeichnung der Stasi als "Zeichen des äußeren Dankes für die große Unterstützung bei der Durchführung der uns von Partei und Staatsführung gestellten Aufgabe".

DDR-Opfer-Hilfe fordert Konsequenzen wegen Stasi-Vorwurf gegen Gysi

Ostthüringer Zeitung, 17.02.2013:

Nach Medienberichten über neue Dokumente, die den Stasi-Verdacht gegen Linken-Fraktionschef Gregor Gysi erhärten sollen, hat der Bund der stalinistisch Verfolgten (BSV) Konsequenzen gefordert. Gysi hätte "zumindest den Fraktionsvorsitz längst ruhen lassen müssen", bis die Vorwürfe geklärt seien, erklärte Volkhard Fuchs vom Landesverband Sachsen des BSV.

Auch der Vize-Vorsitzende der DDR-Opfer-Hilfe, Roland Schulz, forderte, Gysi solle bis zur Klärung der Vorwürfe seinen Fraktionsvorsitz ruhen lassen.

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" soll Gysi im Gegensatz zu bisherigen Angaben noch am 12. Oktober 1989 den Stasi-Leutnant Uwe Berger getroffen haben. Die ihr vorliegenden Dokumente erhärten laut "Welt am Sonntag" den Verdacht, dass Gysi nicht die volle Wahrheit über seine Verbindungen zur Staatssicherheit der DDR gesagt habe.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Putin accuses Ukraine...
Russian President Vladimir Putin has condemned Ukraine...
I.Schmidt - 14. Aug, 22:59
About
This is a private, nonprofit blog. Impressum: DDR-Opfer-Hilfe...
I.Schmidt - 30. Mai, 19:26
Holzapfel (17. Juni)...
Carl-Wolfgang Holzapfel, einst Nazi-Unterstützer und...
I.Schmidt - 30. Mai, 18:48
Carl-Wolfgang Holzapfel...
Carl-Wolfgang Holzapfel, einst Nazi-Unterstützer und...
I.Schmidt - 30. Mai, 18:46
Sterneberg (Verein 17.Juni)...
BERLIN -Tatjana Sterneberg, früher im Stasi-kontrollierten...
I.Schmidt - 30. Mai, 18:45

Links

Suche

 

Status

Online seit 4475 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 14. Aug, 22:59

Credits


17.Juni: Holzapfel unter Druck
ABBA-Museum - Ronald Lässig berichtet
Arbeitsmarkt
Ausland
Bayern München, Hoeneß, Steuerhinterziehung
BSV
BSV Sachsen
Carl-Wolfgang Holzapfel (17.Juni 53) verurteilt
conflict
DDR-Opfer-Hilfe
DDR-Opfer-Hilfe, Stalinismus, Stasi
DDR-Opfer-Hilfe, Stasi, Stalinismus
DDR-Opfer-Hilfe, Stasi, Stalinismus, ZDF
DDR-Opferhilfe, Stasi, ZDF
Europawahl: SPD mit Kaufmann erstklassig vertreten
Fernsehen: Ronald Lässig referiert
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren